Dem (mittlerweile ehemaligen) deutschen Verteidigungsminister zu Guttenberg ist dieser Tage viel zu verdanken. Beinahe haette er die Freiheitskaempfe in Libyen vergessen gemacht und seine Popstar-gleiche Popularitaet hat in weiten Teilen der Bevoelkerung offenbar nicht gelitten.
Nun frage ich mich, ob es sich fuer einen Politiker wirklich schickt, eine wissenschaftliche Arbeit derartig mit unmarkierten Zitaten zu versieben, dass sie am Ende gar nicht mehr als eigene Schoepfung gelten darf. In meiner Zeit an der Universitaet war die Sache sehr einfach: wer schummelt, fliegt raus. Dass man dann ggf. auch seinen Titel zurueckgeben muss, war damals allen klar. Und das sollte auch einem so sehr gefeierten Politiker bewusst sein. Von hohen moralischen oder qualitativen Anspruechen (hier sinngemaess von mir zitiert, jedoch ohne genaue Quellenangabe und Zitatstriche) ist nicht mehr viel uebrig.
Witzige Randbemerkung: Gibt man auf google.com die Begriffe
guttenberg moralische ansprueche rede originaltext
ein, so ist heute der 6. Treffer bereits ein Link auf wikipedia.de zu 'Grimms Maerchen' zu finden.